Cursus A






Lektion 1


Wo bleibt sie denn?
Die Sonne brennt, es herrscht Stille; das Haus liegt unter der Sonne.
Sogar der Hund schweigt, der Esel schreit noch nicht.
Quintus steht da und wartet.
Wo ist Flavia? Warum kommt sie nicht? Warum zögert sie zu kommen?
Es gefällt ihm nicht zu stehen und zu warten, es gefällt ihm nicht ohne (seine) Freundin zu sein,
es gefällt ihm nicht ohne (seine) Freundin im Haus, die Sonne gefällt ihm nicht, die Stille gefällt ihm nicht.
Plötzlich bellt der Hund, und auch der Esel schreit.
Was ist? Schau! Wer kommt?





Lektion 2


�berraschung
Da kommt Flavia - aber nicht allein.
Sogar M.Flavius Lepidus und Caecilia (seine) Frau kommen,
Syrus der Sklave und auch Galla die Sklavin und andere Sklaven und Sklavinnen kommen.
Sogar Marcus und Aulus, Flavias Br�der, sind da.
Die ganze Familie erscheint. Alle freuen sich, lachen, schreien.
Marcus und Aulus kommen n�her und gr�ssen schon von weitem: " Sei gegr�sst, Quintus!"
Darauf (sagt) Quintus: "Seid gegr�sst, Freunde!"
Warum beeilt sich Flavia nicht? Was f�rchtet sie?
Nun erscheint auch Flavie und Quintus (sagt): "Sei gegr�sst, Flavia!"
Was bringt sie mit? Bestimmt sind es Geschenke. Quintus lacht, denn es sind Zuckerpl�tzchen.
Darauf (sagen) Aulus und Marcus: "Schau! Das andere Geschenk. Es sind ... Fr�sche."
Die ganze Familie lacht und Quintus (sagt): "Sogar den Fr�schen gef�llt es."
Pl�tzlich erscheint von weitem ein Pferd.





Lektion 3


Ein Befehl des Kaisers
Ein Pferd kommt n�her, schnaubt, steht; der Reiter gr�sst.
Sofort fragt Quintus: "Was ist? Woher kommst du? Was bringst du mit?"
Der Reiter antwortet: "Ich bin ein Bote. Ich komme aus der Stadt und bringe eine Botschaft.
Wo ist M.Flavius Lepidus? Er muss sofort nach Rom eilen."
Nun Flavius Lepidus: "Ich bin M.Flavius Lepidus. Was h�re ich da? Warum muss ich nach Rom eilen?"
Darauf der Bote: "Kaiser Hadrianus erwartet dich."
Flavius steht da und staunt. Darauf: "Was befiehlt er?"
Der Bote: "Du bist nun Verwalter und musst auf die Insel Kreta segeln."
Flavius Lepidus: "Ich freue mich sehr. Denn mir gef�llt es die Provinz zu verwalten."
Darauf Caecilia: "Ich f�rchte die Gefahr, Marcus."
Aber Flavius Lepidus: "Ich f�rchte keine Gefahr."
Darauf schreit er: "Kreta erwartet mich", und die Sklaven und Sklavinnen rufen.
Syrus, Galla, wo seid ihr? Warum kommt ihr nicht? Warum gehorcht ihr nicht?
Warum bereitet ihr nicht den Reisewagen vor?"
Die Sklaven antworten: "Wir sind hier. Wir gehorchen schon, wir kommen schon,
wir bereiten den Reisewagen schon vor."
Nun schreien Marcus und Aulus: "Super!Es gef�llt uns sehr nach Kreta zu segeln."
Doch Flavia steht da und schweigt.
Darauf fragt Quintus seine Freundin: "Was ist, Freundin?"
Nun kann Flavia die tr�nen nicht mehr zur�ck.halten





Lektion 4


Ein letztes Mal im Zirkus Maximus
Quintus Domitius und Flavia betreten den Circus Maximus.
Dort sitzen bereits viele Menschen; Sie warten schon lange auf die Vorf�hrung.
Schau! Dort sitzt M.Annius der Konsul;
nicht weit entfernt sitzen Flavius der Senator, Flavias Grossvater, und Servilius der Senator, Domitius Freund.
Quintus und Flavia begr�ssen die Senatoren.
Darauf kommen Cornelia und Claudia, Flavias Freundinnen, und winken ihnen zu.
Der Kaiser erscheint schon - Caesar Traianus Hadrianus Augustus.
"Sei gegr�sst, Caesar!", begr�sst das Publikum den Kaiser,"Sei gegr�sst, Caesar!"
Darauf schweigen die Menschen und h�ren den Worten des Kaisers Hadrianus zu.
Nun kommt der Festzug.
F: "Schau die Bilder der G�tter!
Dort ist Jupiter, der Kaiser der Menschen und G�tter,
dort Iuno, die K�nigin der G�tter."
Q: "Und dort erscheint sogar Venus, die G�ttin der Liebe."
Flavia lacht und Quintus freut sich.
Schliesslich erscheinen die Viergespanne;
der Kaiser gibt das Zeichen der Vorf�hrung.
Sofort treten die Wagenlenker der Pferde ein, sofort st�rmen die Pferde los.
Was f�r eine Begeisterung der Reiter! Was f�r ein Geschrei der Leute!
Was f�r ein Tobes des Publikums!
Die Menschen sitzen nicht mehr, sondern stehen und schreien.
Die Vorf�hrung macht Spass, der Circus Maximus macht Spass.
Sogar Quintus und Flavia schreien und feuern die Wagenlenker an
und denken nicht an Kreta.





Lektion 5


Der Juwelendieb

Gaius und Lucius sitzen vor der Basilica Julia und warten auf Quintus.
Sie spielen, denn den Freunden gef�llt es immer zu scherzen.
Lucius:" Quintus Ich komme. Warum treten wir nicht in die Basilica?
Vater Quintus, der Anwalt des Prozesses, schon spricht er."
Dann sehen sie Quintus. W�hrend er sich der Basilica n�hert, der liest einen Brief.
Gaius:" Sei gegr��t, Freund! Warum hast du gez�gert? Wir m�ssen uns beeilen."
Quintus:" Seid gegr��t, Freunde! Ich beeile mich schon,
aber ich lese einen Brief, ein Brief von Flavia."
Endlich treten die Freunde in die Basilica und h�ren:"... Nacht ist, der Richter, alle schlafen.
Jemand dringt in das Haus Rutilii, Semproniae n�hert sich dem Schlafzimmer,
er tritt ein. Nun nimmt der Mensch die Smaragde und geht weg.
Sofort h�rt Sempronia der Mensch und schreit. W�hrend die Sklaven herbeilaufen,
steht Sempronia und gibt die Tr�nen von sich. Endlich l�uft der Hausherr herbei.
Dann:" Ich sehe Sulpicium nicht. Wo ist er?
Der Sklave, sie suchen w�hrend der Dieb, und auch der Angeklagte in das Zimmer eintreten.
Pl�tzlich schreien sie:" Hier sind die Smaragde!Aber der Angeklagte schl�ft tief und fest.
Sulpicius ist nicht der Dieb, Richter, denn die Diebe, w�hrend sie sich in die Flucht geben,
sind nicht gewohnt zu schlafen." Die Menschen lachen und der Redner Domitius klatscht Beifall.
Aber den Richtern gefallen die Worte des Anwaltes nicht - sie sitzen und schweigen.





Lektion 6


Auf hoher See
Schon lange segeln die Flavier auf hoher See.
Flavius ist froh, Aulus und Marcus sind froh, denn vor dem neuen Land halten sie an.
Aber die Frau Caecilia ist schon traurig;
Es ist ein g�nstiger Wind und der Kapit�n und die Seem�nner freuen sich.
Blo� Flavia ist traurig, da sie an Qunitus denkt.
Pl�tzlich erschien ein gro�es Schiff in der Ferne.
Dann Aulus:" Schau, Marcus! Vater, Mutter, schaut! Ein Schiff n�hert sich."
Schon treibt der Kapit�n die Seem�nner an und ruft:" H�rt, Seem�nner! Piraten n�hern sich.
Nehmt die Waffen! F�hrt die Frauen ins Vorderschiff! Verteidigt das Schiff! Schlagt die Piraten in die Flucht!"
�berall ist geschrei und l�rmende Unruhe.
Flavia f�rchtet sich und h�lt schon die Tr�nen zur�ck,
Caecilia ruft zu Iuno:" O K�nigin der G�ttinnen! Erh�r mich! Sei gn�dig! Gib uns Hilfe! Wehre die Gefahr ab!"
Aber Iuno h�rt Caecilia nicht.
Viele Piraten springen schon auf das Schiff hin�ber. Es ist gro�es Toben.
Die Seem�nner k�mpfen erbittert aber die Piraten besiegen sie.
Einige t�ten, andere st�rzen sich ins Meer, andere f�hren sie auf die Insel Cyprum weg.





Lektion 7


Tod in den Thermen
Quintus geht mit Lucius und Gaius, den Freunden, auf dem Forum spatzieren, aber sie sehen nichts erfreuliches, sie h�ren nichts neues.
Deshalb fragt Quintus: "Warum eilen wir nicht zu den Thermen? Dort erwartet uns ein gro�es Vergn�gen."
Lucius: "Ich liebe das Kaltwasserbad. F�rchtet ihr etwa das kalte Wasser?"
Die Freunde lachen und sie laufen sofort zu den Thermen. Zuerst spielen sie mit einem Ball auf dem Sportplatz.
Dann treten sie in das Kaltwasserbad ein, aber sie bleiben nicht lange in dem Wasser, denn es ist sehr kalt.
W�hrend sie in den Thermen spatzieren gehen, kommen sie in die Schwitzecke. Dort sitzt Tiberius Balbulus Calvus der Senator mit anderen Senatoren.
Mit Vergn�gen reibt er sich den Schweis ab. Pl�tzlich gibt er einen Schrei von sich, er verdreht die Augen.
Schon liegt er ohne Bewusstsein da. W�hrend viele Menschen herbeilaufen und schauen, schreit Quintus: "Kommt, Bademeister! Gebt Hilfe! Ruft einen Arzt!"
Sofort laufen sie herbei. Darauf ein einzelner Bademeister: "Was sehe ich? Hier liegt nicht etwa Tiberius Balbulus Calvus der Senator?
Ist er wieder ohne sein bewusstsein?" Schon l�uft der Arzt herbei. Lange schaut er Balbulus an, aber er sagt nicht.
Endlich sagt er zu den Bademeistern: " Tragt Balbulus aus der Schitzecke." W�hrend sie den Senator heraus tragen: "Tiberius Balbulus Calvus der Senator ist tot."





Lektion 8


Menschenhandel
In der ganzen Stadt ist L�rm und Geschrei.
Schon beim ersten Tageslicht kommen die Menschen auf dem Marktplatz zusammen, denn sie hoffen auf eine gro�e Vorf�hrung.
Deshalb begr��en sie den Sklavenh�ndler mit fr�hlichem Geschrei. Sofort stellt er Flavia mit anderen auf dem Schauger�sst zu Verkauf auf.
Schlie�lich ruft er mit gro�er Stimme: "N�hert euch, schaut, kauft! Schaut das ist Alexander!
Er ist sehr gesund, er ist Fehler frei, er ist kr�ftig und ein gro�er Philosoph. Gib ein Beispiel deiner Weisheit, Alexander!"
Nun Alexander: "Andere Menschen sind als Hausherr geboren, andere als Sklaven, wie Astroteles es sagt.
Aber auch Sklaven sind Menschen und alle Menschen sind gleich. Deshalb gibt es keinen Unterschied zwischen Sklaven und Hausherren..."
Dann lachen die Menschen sehr und Alexander schweigt. "Sehr gut, Alexander! Du bist f�r die Sklavereri geboren. Hier seht ihr Flavia und Galla.
Flavia ist gewohnt eine Hausherrin zu sein. Galla ist gewohnt eine Sklavin zu sein. Errinert ihr euch an Alexabders Worte?
Es gibt keinen Unterschied zwischen Hausherren und Sklaven. Deshalb erwartet heute die gleiche Sklaverei. Sind sie etwa nicht h�bsch?"
Flavia steht da und freut sich nicht �ber die Worte des Sklavenh�ndlers. Sie denkt �ber ihr trauriges Schicksal nach. Sie f�rchtet sich sehr.
Pl�tzlich sagt einer von den Menschen: "Ich nehme beide, aber der Philosoph gef�llt (mir) nicht."





Lektion 9


In der Arena
Flavia denkt f�r sich: "Wie sch�n ist das Haar, wie sch�n ist die Herrin! Wie gut geht sie mit den Sklaven um.
Sie ist nicht grob, aber angenehm und gut. Auch wenn Aufidius der Herr grob und hartherzig ist, ich f�hre kein schlechtes Leben.
Wie g�nstig mein Schicksal ist!" Pl�tzlich erscheint Titus Aufidius Aridus mit seinem Sohn Publius, ein zehn Jahre alter Junge;
sie kommen von den Feldern. Der Vater schreit: "Heute wollen wir die Gladiatoren anschauen." Und der Junge sagt: "Komm mit uns, Mutter!"
Zuerst z�gert die Frau Maramilla, weil sie die Vorf�hrung der Gladiatoren nicht mag.
Endlich gehen die Aufidier von dem Haus weg und suchen das Amphitheater auf. W�hrend sie eintreten, k�mpfen schon Gladiatoren, das Toben der Waffe brennt bereits.
Die Menschen treiben die Gladiatoren mit lautem Geschrei an, die einen treiben Kolumbus an,
der Sieger vieler K�mpfe, die anderen treiben den Netzk�mpfer Pulcher an, er ist ein gro�er und kr�ftiger Mann.
Schaut! Kolumbus greift den Netzk�mpfer mit einem Schwert links an, aber Pulcher verteidigt den Sto�.
Da greift Kolumbus den Netzk�mpfer rechts an und greift mit harten Worten an. Publius freut sich sehr �ber den Kampf.
Pl�tzlich schreit das Volk: "Er ist getroffen! Er ist getroffen!"
Der Netzk�mpfer liegt elend in der Arena und wartet auf den Tod. Maronilla erschreckt sich, aber sie schaut nicht mehr hin.
Schlie�lich h�rt sie: "Lass ihn laufen!", und sie klatscht dem Sieger Beifall.
W�hrend Kolumbus aus der Arena geht, treten neue Gladiatoren ein. Sie stehen da und gr��en.





Lektion 10


"Ihr wart Barbaren"
Flavia sagt, w�hrend sie mit Galla das Abendessen vorbereitet: "Ich bin als Herrin geboren , nicht als Sklavin.
In Rom gehorchen mir die Sklaven; nun gehorche ich und ich bem�he mich der Herrin zu gefallen.
Ich arbeite nicht in Rom; aber ich gab den Sklaven Arbeiten auf; nun gibt die Hausherrin mir Arbeiten auf",
und mit lautter Stimme f�gt sie hinzu: "Ich bin ein freies M�dchen. Die Arbeiten sind mir nicht w�rdig."
Dann sagt Galla: "Was sagst du, Flavia? Weder ich noch die Gallier sind f�r die Sklaverei geboren. Einst waren wir frei und..."
Flavia sagt: "Ihr wart Barbarische Menschen und durch die Sitten hart."
Galla sagt: "Du irrst dich, Flavia. Die Gallier waren nicht frei von Menschlichkeit. Die Druiden geben daf�r ein gro�es Beispiel.
Niemand �bertraf sie mit Weisheit. Sie entschieden �ber alle �fentlichen und privaten Streitigkeiten. Jeder h�rte die Druiden."
Flavia: "Aber wie K�nige behandelten sie das Volk und pflegten den G�ttern Menschen zu opfern.
Ist diese Sitte der Menschlichkeit etwa ein Beispiel? Nennst du diese Sitte etwa Menschlich?
Die R�mer mussten die Sitten der Gallier auf sich nehmen." Galla antwortet nichts.
Sie ist traurig, weil Flavia sich nich f�r eine Herrin h�lt und sie denkt nicht ihre Einstellung zu �ndern.